Alfred
Kubin

1877 - 1959

Alfred Kubins zahlreiche Illustrationen und Zeichnungen sowie sein literarisches Werk sind geprägt von phantastischen, schauerlichen und symbolistisch aufgeladenen Traumvisionen. Seine narrativen Bildkompositionen spiegeln tief im Unterbewusstsein verschüttete Ängste und Sehnsüchte wider, die Kubin mit charakteristischen dichten Liniennetzen, Schraffuren und fließenden Übergängen zwischen den Formen ausführt. Die Darstellungen sind zumeist Ergebnisse unterschiedlicher früherer Bilderfahrungen, wobei er ganz bewusst Kunst- und Literaturgeschichte, Alltagserlebnisse und Naturbeobachtungen ineinander fließen lässt.

Der richtige Beschauer, wie ich ihn mir wünsche, würde sich meine Blätter nicht nur genießend oder kritisch ansehen, sondern, wie durch geheime Berührung angeregt, müsste sich seine Aufmerksamkeit auch der bilderreichen Dunkelkammer des eigenen träumerischen Bewusstseins zuwenden... Alfred Kubin 1927

Trotz eines zurückgezogenen Lebens in Zwickledt bei Wernstein am Inn zählte Kubin zu den am meisten ausgestellten Künstlern seiner Zeit. Als einziges österreichisches Mitglied der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ kannte er viele wichtige Persönlichkeiten wie Franz Marc, Paul Klee oder Hermann Hesse. Er sammelte und studierte Werke von Künstlern wie Goya, Munch, Ensor, Redon, Rops oder Klinger und entwickelte daraus seinen einzigartigen persönlichen Stil.

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