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Alfred Kubin

Indianer
Tuschfederzeichnung auf Katasterpapier
29,6 x 39 cm
signiert rechts unten
entstanden um 1909

Alfred Kubins traumatische Kindheitserlebnisse sind Vorgaben für Themen extremer Lebenssituationen wie Geburt und Tod, Mord und Selbstmord, Sexualität, Einsamkeit und Folter. Der frühe Tod seiner Mutter, sein Versagen in der Schule, eine erfolglose Lehrzeit bei einem verwandten Fotografen stürzen ihn in eine schwere Nervenkrise, die 1896 in einem Selbstmordversuch ihren Höhepunkt findet. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst, erlaubt ihm sein Vater als letzten Ausweg das Studium der Malerei in München. Er studiert die Werke von Goya, Munch, Ensor, Redon und Klinger. Kubins Werk ist geprägt durch die Darstellung phantastischer Traumvisionen.

Biografie:

1877 geboren am 10. April in Leitmeritz (Böhmen)

1887 Tod seiner Mutter. Photographenlehre bei seinem Onkel in Klagenfurt

1896 Selbstmordversuch am Grab seiner Mutter in Zell am See

1898 Kubin geht nach München, wo er zuerst bei Schmidt-Reutte, später bei Gysis an der Akademie studiert

1902 Erste Ausstellung im Kunstsalon Cassirer in Berlin. Seine erschreckenden phantastischen Zeichnungen schockieren jedoch Publikum und Presse

1903 Tod seiner Braut Emmy Bayer. Erste Erfolge durch die Herausgabe der Weber-Mappe. Kontakt zum Künstlerkreis “Simplicissimus”

1904 heiratet er Hedwig Gründler mit der er 1906 nach Zwickledt, Wernstein am Inn, übersiedelt.

1909 erscheint sein phantastischer Roman ”Die andere Seite”

1912 Mitglied im “Blauen Reiter”

1937 Ausstellung der Wiener Albertina zum 6o. Geburtstag

1938 - 1945 lebt Kubin als “entarteter Künstler” in völliger Abgeschiedenheit in Zwickledt

1949 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

1951 Österreichischer Staatspreis für Bildende Kunst

1952/1955 Preis der Biennale in Venedig und in Sao Paulo

1959 Kubin stirbt in Zwickledt