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Oskar Kokoschka

Die Tochter des Gauklers/ Mädchen mit Lendentuch
Bleistift auf Papier
45,5 x 31,5 cm
monogrammiert
entstanden 1906/07  

Literatur: Rathenau, Oskar Kokoschka, Handzeichnungen,
New York 1966, Band 2, Nr 11
Strobl/Weidinger, Kokoschka, Zeichnungen und Aquarelle
1897 - 1916, Salzburg 2008, Nr 162; u.a.

Kokoschka zählt heute zu den größten internationalen Künstlern des zwanzigsten Jahrhunderts. Er war nicht nur ein Meister der Ölmalerei, sondern hat auch auf dem Gebiet der Zeichnung, des Aquarells und der Druckgraphik ein sehr persönliches und überaus umfangreiches Œuvre geschaffen.
Das besonders Faszinierende an seinen Arbeiten auf Papier ist die Unmittelbarkeit, mit der er seine oft kühnen Ideen umsetzte. Sein allgegenwärtiges kreatives Gestalten verlor aber nie den Bezug zum Leben und der Wirklichkeit.

Biografie:

1886 geboren in Pöchlarn (NÖ)

1905-1909 Besuch der Kunstgewerbeschule in Wien. Erste expressive Dichtungen und Dramen entstehen.

1910 Kontakt Künstlern der "Neuen Secession" in Berlin und Mitarbeit an Herwarth Waldens Zeitschrift "Der Sturm"

1911-1914 Assistent an der Wiener Kunstgewerbeschule.

1911 Beginn der Freundschaft mit Alma Mahler.
Kokoschka stellt mit Wassily Kandinsky und Franz Marc in Berlin aus.

1913 Reise mit Alma Mahler nach Italien, wo ihn besonders die Werke Tintorettos beeindrucken. Teilnahme am ersten Deutschen Herbstsalon in Berlin.

1914 Trennung von Alma Mahler. Freiwilliger Kriegsdienst in der Kavallerie.

1916 Aufgrund einer schweren Verwundung wird Kokoschka von der Armee nach Wien entlassen.

1919-1924 Professor der Kunstakademie in Dresden.

1924-1931 Zahlreiche Reisen in die Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, Holland, England sowie nach Afrika und Vorderasien, auf denen Stadtansichten und Landschaften entstehen.

1934 Unter dem Eindruck rechtsradikaler Bestrebungen in Wien emigriert Kokoschka nach Prag.

1937 Die Nationalsozialisten diffamieren Kokoschka als "entarteten Künstler" und beschlagnahmen 417 seiner Werke aus deutschen Museen.

1938 Flucht vor dem NS- Regime nach London.

1943 Präsident der "Free German League of Culture".

1953 Übersiedlung nach Villeneuve am Genfer See.

1953-1963 Kokoschka leitet die "Schule des Sehens" an der Salzburger Sommerakademie.

1980 Oskar Kokoschka stirbt in Montreux.