Günter
Brus

* 1938

Günter Brus zählt zu den wichtigsten und radikalsten Vertretern des Wiener Aktionismus. Er setzte seinen eigenen Körper konsequent als Mittel und Schauplatz für seine Kunst ein und ging dabei bis zu extremen Selbstverletzungen. Mit der „Zerreißprobe“ 1970 in München beendete Brus seine aktionistische Körperkunst. Es folgten Bilddichtungen, reine Dichtungen und reine Zeichnungen. Radikalität und Exzessivität prägen auch die grafischen Arbeiten von Günter Brus. Wunden, Verletzungen, Verstümmelungen in Verbindung mit Poesie und Romantik. Die aus Bruchstücken von Wirklichkeiten zusammengesetzten Arbeiten wirken in den Details befremdend aber als Gesamtes rühren sie ganz individuelle Empfindungen und provozieren mit ihrer obsessiven Intensität.

Der 1938 geborene Künstler lebt und arbeitet in Graz.

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