Hermann
Nitsch

*1938

Hermann Nitsch gilt als der wichtigste Initiator des Wiener Aktionismus. Bereits im Jahr 1957 entwickelte er die Idee des Orgien-Mysterien-Theaters (OMT). Dieses Projekt lebt von der Verwirklichung eines Gesamtkunstwerkes, unter Einbeziehung der Malerei, der Architektur und der Musik und hat wie die griechischen Mysterienfeste eine Katharsis (Reinigung) zum Ziel. Diese Idee bestimmt bis heute seine künstlerische Arbeit.

Die Schüttbilder von Hermann Nitsch sind malerische Zeichen sinnlicher archaischer Empfindungen. Die Sprache lässt sich in der Wahrnehmung auf den Schrei zurückführen, die Musik auf den Laut und die Malerei auf das Verschütten von Farbe. Die elementare sinnliche Erregung, hervorgerufen durch das Verschütten, Verspritzen und Verschmieren, entspricht jener der Aktionen mit Fleisch, Blut und Eingeweiden. Die Kunst von Hermann Nitsch lebt von der Kraft des Sichtbaren und des sinnlich Erfahrbaren, dargestellt in einer aufbrausenden und explosiven Dramatik.

Der 1938 geborene Künstler lebt und arbeitet auf seinem Schloss in Prinzendorf an der Zaya sowie in Asolo, Italien.

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