DIE ZEICHNUNG BEI KURT HÜPFNER

Die Zeichnung ist für Kurt Hüpfner stets Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit. Im Entstehungsprozess bezieht er sich auf seine Anfang der 1960er Jahre gemachten Erfahrungen mit der von den Surrealisten adaptierten écriture automatique. Hüpfners automatisches Zeichnen rührt an die gestisch-abstrakte Seite informeller Kunst, ohne jemals zur Gegenstandslosigkeit vorzudringen. Hüpfners Zeichnungen entstehen meistens in einem Zustand, in dem er versucht sich ganz auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Das Gezeichnete bleibt jedoch nie nur ein bloßer Impuls aus dem Inneren, es findet immer wieder eine konkrete, an die Erscheinungswirklichkeit anklingende, Gestalt. Die Ergebnisse sind mehr oder weniger herausgearbeitete Chiffren, welche an die naiv-zeichenhaften, autodidaktischen Werke der Art Brut erinnern. Die so ausgeführten Zeichnungen sind meist Vorgaben für die Umsetzung einer Idee in einem anderen Medium. Sie bilden die Grundlage für Skulpturen, Gemälde und Assemblagen oder werden Teil narrativer Bildgeschichten, Graphic Novels und Konvoluten.

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